Historischer Grusel im klösterlicher Umgebung bietet „Der Konvent – Im Namen des Teufels“. Das spanische Regieduo nimmt eine „wahre Begebenheit“ und setzt darauf, dass das Schicksal zweier Novizinnen packend genug ist um das Publikum bei der Stange zu halten. Das gelingt nur bedingt. Die Home-Entertainment-Premiere erscheint bei Meteor Films Ende April 2026.
Mitte des 18. Jahrhunderts verfällt die Mutter Oberin eines Spanischen Klosters in einer Messe in religiöse Extaste. Sie blutet aus den Augen und die Kirchgemeinde redet von einem Wunder. Darunter ist auch die junge Lucia (María Mercado), die daraufhin ebenfalls Nonne werden will.
Sie wird im Kloster der Schwester Àgueda (Ana Àlvarez) aufgenommen und soll sich auch um die Pflege der greisen und verwirrten Oberschwester kümmern. Kurz nach Lucia trifft eine weitere Novizin im Konvent ein. Ana Maria (Maria Bergasa) will anders als Lucia nicht im Kloster sein. Sie wollte nur von zuhause fort und hofft mit dem Wissen aus der Klosterküche eine Anstellung in der Stadt zu bekommen.

Doch die Stimmung im Kloster ist bedrückend und Ana Maria meint etwas Sündhaftes beobachtet zu haben. Kurz darauf wird wird Lucia krank und Ana Maria darf sie nicht mehr sehen. Der Gedanke abzuhauen wird dringender.
„Du kannst dich glücklich schätzen.“
Der historische Gruselthriller „Der Konvent“ greift das Kloster der „Satanischen Nonnen“ auf, die seinerzeit nicht gerade im Sinne der katholischen Lehre in sich gegangen sind. Das Regieduo Ángel Manuel Chivite und Luis Galiano stammen aus der spanischen Region Navarra, wo sich das historische Kloster befunden hat und erzählen in ihrem Mystery-Thriller auch aus ihrer Heimat.
Leider ist das Budget des Film scheinbar eher überschaubar und außer plakativen, aber gelungenen Lichteffekten kommt selten einmal gruselige Stimmung auf. Das liegt auch daran, dass das Klosterpersonal mit Acht Nonnen relativ überschaubar ist und es der Handlung nicht gelingt einen Spannungsbogen aufzubauen. Zu disparat und zusammenhanglos geraten die beiden Novizinnen in die üblen Machenschaften im Klostern. Auch wird es selten explizit, weshalb die FSK-Freigabe ab 16 bis auf eine Szene schon eher überzogen ist.
„Der Herr wählt seine besten Soldaten für die schwersten Schlauchten aus.“
Das leben im Kloster ist ruhig und kontemplativ, die Hysterie der Nonnen hält sich in Grenzen und wer bereits einen Gruselfilm in katholischem Kontext gesehen hat, wird sich kaum fürchten. Tatsächlich beackert „Der Konvent“ ein ähnliches Terrain wie „Das erste Omen“, der anno 2024 in die Kinos kam und mit beängstigender Wucht schaurig unterhalten konnte. Viele, was jenen Film für Genrefans charmant machte, fehlt in „Der Konvent“ leider völlig.
Zur deutschen Blu-ray-Version ist außerdem anzumerken, dass zwar eine deutsche und englische Sprachfassung vorhanden sind, das spanischsprachige Original aber seltsamer Weise fehlt. Das ist für Filmfans ein wenige befremdlich und hätte möglicherweise ein wenig mehr Dynamik gesorgt, die ja oft bei der Synchro etwas hinten über fallt.
„Der Konvent“ erzählt im historischen Kontext von religiösen Abwegen und dem Leben im Kloster. Das hat wenig Originelles zu bieten und lässt dramaturgisch einiges zu wünschen übrig. Leider fügen sich auch die Darstellungen in die eher statische Dramaturgie, so dass „Der Konvent“ vor allem mit pitoresker Beleuchtung glänzen kann.
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Dr Konvent – Im Namen des Teufels
OT: El Convento
Genre: Horror
Länge: 100 Minuten
Regie: Ángel Manuel Chivite und Luis Galiano
Schauspiel: María Mercado, Ana Àlvarez, Maria Bergasa
FSK: AB 16 Jahren
Verleih: Meteor Film
Kinostart: Nicht in Deutschland
Digital-VÖ: 30.04.2026
DVD- & BD-VÖ: 30.04.2026



