Die mexikanische Malerin Frida Kahlo gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen weltweit. Ihr wendungseiches Leben würde häufig genug thematisiert. Nun kommt mit „Hola Frida“ ein Animationsfilm in die Kinos, der nicht nur für ein e junges Publikum gedacht ist und die Kindheit der Malerin fantasievoll nacherzählt.
Frida Kahlo wächst als Tochter eines Fotografen in Mexico City auf, genauer gesagt im Stadtteil Coyoacán, zusammen mit ihrer jüngerein Schwester hält sie die Eltern oprdentlich auf Trab. Frida ist neugierig und freundet sich auch schon mal mit Straßenhunden und anderen Tieren an. Als ihr auf dem Weg zur Schule eine Zeichnung wegweht, jagt sie dieser nach und kommt zu spät zum Unterricht.
Eigentlich sind alle ihre Klassenkameraden vergnügt, nur Rafael ist öfters miespetrig. Dafür ist Guillermo ein guter Freund. Als Frida sechs Jahre alt ist, erkrankt sie an Kinderlähmung, einer schweren Infektion. Ihr Bein wird von stechenden Schmerzen geplagt und sie muss eine Schiene tragen, weswegen sie auf dem schu8lhof auch schon mal gehänselt wird. Doch die lebenslustige und neugierige Frida lässt sich nicht unterkriegen. Nur muss sie sich vielleicht einen anderen Beruf suchen als Ärztin.
Ein aufgewecktes Kind und exotische Bräuche
„Hola Frida“ ist eine fanzösisch-kanadische Animationsproduktion, die auf den ilustrierten derbuch „Frida, c’est moi“ basiert. Erzählt wird im Film als Rückblende. Die ältere Firda Kahlo findet ihre Tagebücher aus der Kindheit wieder und blättert sich durch die Jahre 1907 bis etwa 1920. Am Ende der Erzählung greift „Hola Frida“ noch wesentliche Stationen in ihrem Leben kurz auf. So den Wechsel an eine höhere Schule und die erste Begegnung mit einen Wandbild von Diego Rivera, den sie später heiratet.
Auch der Busunfall im Jahr 1925wird kurz beleuchtet. Dabei wird sie schwer verwundet und bleibt lebenslang beeinträchtigt. Doch die revolutionsliebende Frida lässt sich ihre Lebensfreude nicht nehmen und so ist auch die Botschaft des Films für sein junges Publikum ermutigend. Bisweilen aber auch exotisch wie am Tag der Toten, an dem die Familie zusammen die Verstorbenen besucht. Auch das ein beliebtes Motiv für Animationsfilme wie „Coco“ und „Manolo und das Buch des Lebens“.
Fasziniertend an dem Animationsabenteuer ist, wie sehr die Farben, die Bildkompositionen und auch die Motive auf das künstlerische Werk Frida Kahlos Bezug nehmen. Darin findet sich viel von der naiven Energie und der Auseinandersetzung mit der mexikanischen Frühkultur. Ein wenig erinnert das auch an die Malerin Leonora Carrington („Leonora im Morgenlicht“), die in Mexiko zu ihrem Stil gefunden hat.
Fotos mit der Hand kolorieren
Das Animationsabenteuer für ein junges Publikum wurde von André Kadi und Karine Vézina realisiert. Wobei, quasi als Ettapenposten auch eine TV-Serie zu „Frida, c’est moi“ entstanden ist, die 2023 ausgestrahlt wurde. Die sechs sechsminütigen Episoden wurden anschließend wohl in den Film integriert.
Vor allem vermittelt die inszenierte Kindheit der bekannten Künstlerin eine Lebensfreude und eine Neugier, die inspirieren wollen und dazu aufrufen auch mal der eigenen Fantasie zu folgen. Das wird auch pädagogisch begleitet und die Unterrichtsmaterialien ab Klasse 3 scheinen durchaus brauchbar. Hier gibt es Anregungen, sich dem Film zu nähern, sowie Ansätze zur Vor – und Nachbesprechung. Außerdem Arbneitsbögen die sich sowohl mit dem Filminhalt als auch mit dem medium Zeichentrickfilm beschäftigen.
„Hola Frida“ ist für ein junges Publikum ausgelegt, aber das Animationsabenteuer besticht duch fantasievolle Illustrationen und einen schillernden Ausflug in das Mexiko zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Da können ältere Zuschauer:innen auch mal über den kindgerechten Erzählton hinweghören.
Hola Frida
OT: Hola Frida
Genre: Animation, Jugendfilm
Länge: 82 Minuten, F/ CAN, 2024
Regie: André Kadi, Karine Vézina
Vorlage: Bilderbuch „Frida c’est moi“ von Sophie Faucher & Cara Carmina
FSK: ohne Altersbeschränkung
Verleih: Exystent Filmverleih
Kinostart: 19.03.2026





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