Der Tod von Captain America 3

DERTODVONCAPTAINAMERICA-vorschauJetzt liegt endlich auch auf Deutsch die Finalausgabe von Ed Brubakers Story „Der Tod von Captain America“ vor. Die Geschichte hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel und spielt direkt nach dem „Civil War“ im Marvel Superheldenuniversum, aber hat von ihrer Faszination ziemlich wenig eingebüßt. Wer erst jetzt einsteigt, sollte sich über Spoiler nicht wundern. Sonst kann ich ja überhaupt nix zum Inhalt sagen. Die entsprechenden Links findet ihr unter diesem Artikel. Also auf, zum fulminanten Showdown.

Der Red Skull und General Lukin haben es mit Doktor Faustus‘ Hilfe geschafft, dass die S.H.I.E.L.D.-Agentin Sharon Carter Captain America erschießt. Aber damit enden ihre Pläne, die USA zu zersetzen, noch lange nicht. Die Intimfeinde von Captain America wollen auch politischen Einfluss und haben einen Senator an der Angel. Derweil sind der Wintersoldier Bucky Barnes und der Falcon unabhängig von die S.H.I.E.L.D. dabei die Hintermänner von Steve Rogers Tod aufzuspüren. Bucky schlüpft in die Uniform seines Freundes Steve. Black Widow soll allerdings für die S.H.I.E.L.D.-Chef Tony Stark alias Iron Man, auf Tuchfühlung mit den beiden Rachedurstigen bleiben.

Die Spuren führen zu einem geheimes Labor, in dessen Kryokammern Sharon Carter gerade jemanden entdeckt hat, der aussieht wie Steve Rogers. Bei dem Versuch den Mann zu befreien wird Sharon verletzt und findet sich im Krankenhaus neben der Tochter des Red Skull wieder. Auch nicht gerade nette Zimmergesellschaft.

Das Artwork von Steve Epting (und Co.) und Frank D’Armato überzeugt auch in Finale der Story. Düstere Settings, explosive moderne Action, unterschiedliche Grundschattierungen der einzelnen Handlungsorte und überlegte Erzählperspektiven machen „Der Tod von Captain America 3“ optisch wieder einmal zu einem Genuss. Allerdings hält die Story für meinen Geschmack nicht ganz, was Ed Brubaker über etliche US-Ausgaben von „Captain America“ fesselnd und spannend aufgebaut hat. Die Geschichte macht einfach ein paar Wendungen zu viel.

Gerade so, als wären nicht schon genug Figuren am Start, um den Tod von Amerikas ureigenem Helden in Szene zu setzen, taucht aus dem Schatten der bösen Labore noch zusätzliche Verstärkung für beide Seiten auf. Das ist als dramaturgisches Mittel und als überraschende Wendung zwar unverhofft, aber so richtig notwendig war das nicht. Dass Agent Carter in dem Finale, das über sechs US-Ausgaben unter dem Titel The Man Who Bought America“ veröffentlicht wurde, ein tragende Rolle spielt,  war zu erwarten und ist auch gelungen und stimmig umgesetzt.Insgesamt ist „der Tod von Captain America“ eine herausragende Geschichte, die seinerzeit in den USA zu Recht viel Lob von Fans und Kritikern  bekommen hat.

Das Finale von Ed Brubakers hochgelobter Story kann die Spannung und erzählerische Qualität nicht bis zum Schluss aufrecht halten, enttäuscht aber auch keinesfalls. Aber das ist jammern auf hohem Niveau: „Der Tod von Captain America“ ist in seiner Gesamtheit und im Kontext des Superheldencomics wirklich herausragend ausgefallen.

Book Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

DERTODVONCAPTAINAMERICA328VON329SOFTCOVER_Softcover_193Der Tod von Captain America – Band 3
OT: Captain America 37-42, Marvel Comics, 2008
Autor: Ed Brubaker
Zeichner: Steve Epting, Roberto De La Torre, Luke Ross
Farben: Frank D’Armata
Übersetzung:   Reinhard Schweizer
Verlag: Panini Comics, Softcover, 148 Seiten
VÖ: 29.73.2014

Der Tod von Captain America bei Panini Comics

Captain America in der Marvel Wiki

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