Da ist was am Kochen, in der französischen Feel Good Komödie „Couscous und Geheimnisse“. Ein junger Koch mit Mirgrationsgeschichte hat sich selbst neu erfunden, was ihm nun wo die Karriere und die Beziehung ernster werde, ziemlichen Stress macht. Zum Glück ist da noch die abenteurlustige Barfrau, die dem jungen Mann den Gefallen tut, seine Mutter zu spielen. Zu sehen ab dem 25. Juni 2026 im Kino
Aber fangen wir an, wo der Regieerstling von Amine Adjina uns abholt. Der junge algerischstämmige Koch Mehdi (Younès Boucif) tischt seinen zukünftigen Schweigereltern und Finanziers Gaumenfreuden auf. In dem Bistro in Lyon, das er demnächst mit seiner Freundin Lea (Clara Bretheau), die hier Service macht. Dann steht plötzlich Mehdis Schwester vor der Tür und erzählt, das sie schwanger ist, aber der Typ ist schon wieder Geschichte und das Kind will sie auch nicht. Sie würde ihrer Mutter das bei der Beschneidungsfeier des Neffen demnächst beichten.
Lea, die bis dato dachte, dass Mehdis Mutter in Algerien lebt und die auch nichts von der Schwester wusste, will nun Fathima kennenlernen. Mehdi ist verzweifelt, denn seit sein Vater verstorben ist, versucht er Leid und Sorgen von der Mutter fernzuhalten. Die lässt sich zwar in Algerien ein Haus bauen, lebt aber wie der Rest der Familie auch in Lyon. Und Fatima ist eine sehr traditionsbewusste Muslima. Da kommt es auch nicht sonderlich gut an, dass Mehdis Neffe überhaupt nicht beschnitten ist. Die Frau fällt in einen gefakten Schwächeanfall.
„Du weißt nicht wie man Couscous kocht?“
Mehdi nun wieder beichtet Souhila (Hiam Abass), in deren Kneipe er sich nach Feierabend wie Migrantenkids herumtreibt, von seinem Problem. Worauf die Gute anbietet, sie könne wohl für ein Treffen Mehdis Mutter spielen, schließlich würde sie ihn wie einen Sohn lieben und das Lügen wäre für sie – wie für alle Frauen – eine Überlebensnotwendigkeit. Gesagt getan. Lea ist fasziniert von Mehdis Mutter und will sie nun den eigenen Eltern vorstellen.
Es ist nun nicht so, das „Couscous und Geheimnisse“ neues Komödienterrain betreten würde und auch wenn alle Darsteller sichtlich gerne bei der Sache sind und halbwegs flott erzählt wird, so ist die Komödie schon etwas absehbar geworden. Das grundproblem, dass junge Menschen mit Migrationsgeschichte es schwer haben sich zu integrieren und immer wieder einen Spagat zwischen heimatlicher Tradition und moderner Gesellschaft hinlegen müssen, ist schon mal Thema eienre lockeren – auch und gerade – französischen Komödie gewesen.
So kommt es der flamboyanten Souhila zu, die ganze Chose mal ein bisschen zum Kochen zu bringen. Hiam Abbass genießt die Rolle sichtlich und es verwundert nicht, dass sie den Film mit lässigen Sprüchen und eigenwilligen Momenten zu einer unterhaltsamen Angelegenheit macht. Denn ansonsten bleibt „Couscvous und Geheimnisse“ leider etwas zu brav und zu absehbar. Und sie setzt den Jungkoch wieder auf die Spur traditioneller Algerischer Küche.
Wie im Zauberlehrling gelingt es dem jungen koch Mehdi nicht, sein Süppchen am Überkochen zu hindern und die Küche wieder aufzuräumen bevor Mutti nach Hause kommt. Die Geister die er reif, wird er nun nicht wieder los.
5 von 10
Couzscous und Geheimnisse
OT: La petite cuisine de Mehdi
Genre: Komödie
Länge: 104 Minuten, F, 2025
Regie: Amine Adjina
Schauspiel: Younès Boucif, Clara Bretheau, Hiam Abbass
FSK: ab 6 Jahren
Verleih: Lighthouse, 24 Bilder
Kinostart: 25.06.2026



