Murder Maids – Dance or Die: Album Review

Okay, räudiger Punk aus Trondheim, Norwegen. Murder Maids haben sich den schrammelnden Sounds alter Schule verschreiben und legen für eine junge Band gehörig Schub an den Tag. Dass die Band einen norwegischen Grammy als bester Newcommer eingefahren hat, passt für mich irgendwie nicht so zum Punk-Image. Aber wer versteht schon Skandinavier. Rocken geht scheinbar immer. „Dance or Die“ ist angesagt und am 17.März 2023 bei Fücking North Pole Records erschienen. 1, 2, 3, 4…

Mit einem gehörigen Riff fahren Murder Maids die Ernte ein und rocken mit „Reaping“ derbe los. Der geshoutetet Gesang erinnert an frühe Kvaelertak und selbstredend an Old School Hardcore Punk aus den 80ern. Gelegentlich macht es energetisch wenig Unterschied, ob die Kollegen „Reaping Souls Tonight“ johlen, oder Gang Green „Let’s Skate to Hell“. Zeitlich hingegen macht das durchaus einen Unterschied, es liegen 40 Jahre dazwischen. So etwas nennt man dann wohl generisch, genreüblich.

Dabei machen Murder Maids ihre Sache durchaus gut. Rocken wie der Teufel und scheinen auch genügend Credibility zu haben. „Dance or Die“ ist das zweite Album. Wie auch der Erstling bei Fücking Northpole Records erschienen, die immerhin seit 2000 gemeinnützig Punkrock veröffentlichen. Es gibt 13 Tracks in rund 30 Minuten, wobei 2 Tracks Intros sind und der Rest schlicht und einfach auf die 12 zielt und meistens trifft.

Sexual Vacation

Fragt sich schon, ob Songs dann die 3 Minuten reißen sollten. Ich denke nicht. Passiert aber auch nur beim Opener und beim Abschluss. „Ethanol“ kommt eher Midtempo, wäre halb so lang doppelt so schön, aber eventuell sollte es mal hymnischer werden, oder es ging um die kongeniale Umsetzung der Ethanol-Rauschzustände: einfach mal kein Ende finden. Was solls, macht schon Spaß.

Weniger Spaß machen die spärlichen Bandinfos. Das Qunitett aus Trondheim hat sich 2019 kurz vor der Covid-19 Pandemie formiert. Mehr ist dann schwerlich herauszubekommen. Internationale, englischsprachige Infos finden sich nicht und tatsächlich habe ich keinen Schimmer, wieviel Karriere die Jungs so anstreben.

Zum Thema Beschaffungskriminalität könnte es für Murder Maids eng werden. Ich habe keine Ahnung, wo man das Album beziehen kann. Fücking North Pole Records finden sich online immerhin bei Facebook. Vielleicht mal ne DM? Bei Murder Maids gibt’s immerhin Insta und Facebook, aber kein Bandcamp. Suchet selbst, so ihr den interessiert sein. Musiker, gebt mir Infos, mit denen ich arbeiten kann.

Wer auf räudigen aber melodischen Punk und Hardcore skandinavischer Machart steht und/ oder auf old School East Coast HC der ist hier richtig. Das Energielevel stimmt.

Album-Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

Murder Maids – Dance or Die
Genre: Punk, Harcore
Länge: 13 Tracks, 31 Minuten, N, 2023
Interpret: Murder Maids
Label: Fücking North Pole Records
Format: ?
Album-VÖ: 17.03.2023

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