Der kleine Rabe Socke: Ich geh die Biber suchen

Der kleine Rabe mit der Ringelsocke am Fuß gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Kinderhelden hierzulande. Schon lange ist Socke Bestandteil der „Sandmännchen“-Crew. Im September 2012 kam das erste Kinoabenteuer des Draufgängers, der nicht fliegen kann, in die Kinos, 2013 erscheint der Film dann als DVD. Inzwischen gibt es auch einen weiteren Film, aber der Reihe nach.

Im Walddorf bei Mutter Dachs, fällt es dem kleinen Raben Socke nicht schwer, immer wieder Nestarrest zu bekommen, weil er sich mal wieder daneben benommen hat. So ist das eben, wenn man beim Pirat-Spielen mit den anderen kleinen Tieren die „Beute“ in Sicherheit bringt, oder beim Essen zu großen Futterneid an den Tag legt.

Doch als Socke beim Kämpfen den Damm beschädigt, der den See am überlaufen hindert, braucht es schon professionelle Hilfe. Socke geht los, um die Biber zu suchen, während Stulle das Wildschwein aufpassen soll, dass nichts überläuft und vor allem soll er Mutter Dachs nichts erzählen.

Die Suche nach den Bibern dauert allerdings ganz schön lange. Zum Glück sind Wolle das Schaf und Eddie der Bär ihrem Freund gefolgt, so dass er keinen Angst haben muss, während er durch den Wald und die wiesen läuft. Unterwegs erleben die drei Freunde einige Abenteuer und Wolle wird von einem Hirtenhund zur Herde gebracht und nicht wieder frei gelassen.
Wer so lange weg bleibt, muss sich nicht wundern, wenn der Schaden, den er angerichtet hat, entdeckt wird. und bevor die Biber eintreffen zieht auch noch ein Unwetter mit viel Regen auf.

Das erste Kinoabenteuer des „kleinen Raben Socke“ hat zwar alle bekannten und beliebten Tiere dabei, basiert aber nicht auf einer der Geschichten der Autorin Nele Moost. Stattdessen hat man eine eigene Geschichte entwickelt, die einen längeren Bogen spannt und darin kleinere Abenteur eingebaut, die eher an das bisherige, bekannte Format anknüpfen. Insgesamt ist der Film mit rund 75 Minuten durchaus angemessen für die Zielgruppe, allerdings auch ein bisschen langatmig ausgefallen.

Die ganz jungen Zuschauer, für die „Der kleine Rabe Socke“ gedacht ist, wird das allerdings kaum stören, denn die Animationen sind sehr gelungen und kindertauglich, die Hintergründe mit ihrem aquarellartigen Stil sehr gelungen und die stimmliche Besetzung der Figuren ist mehr als geglückt. Sänger und Rapper Jan Delay leiht seine Stimme dem kleinen Raben, der nach Delays Aussage „selbst so ein kleiner Schisser“ ist, obwohl er immer so mutig tut.

Es gibt wieder auf unterhaltsame Weise einiges zu lernen und Regisseurin Ute von Münchow-Pohl („Lauras Stern“, Lauras Stern und die Traummonster“) überfordert das Publikum nicht mit zu hohem Tempo in Erzählung und Bildfolge.

Der erste Animations-Ausflug des kleinen Raben in einen großen, langen Film ist schön geworden und sorgt für altersgerechte, lustige Unterhaltung für die ganz Kleinen.

Film-Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

Der kleine Rabe Socke
Genre: Kinder, Familie, Animation
Länge: 78 Minuten, D, 2012
Regie: Ute vvon Münchow-Pohl
Sprecher: Jan Delay, Katharina Thalbach, Anna Thalbach
FSK: ohne Altersbeschränkung
Vertrieb: Leonine (ehemals Universum Film)
Kinostart: 06.09.2012
DVD-VÖ: 08.03.2013

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