Top 5: Johnny Depp Rollen

The TouristGerade habe ich mich noch an Johnny Depps Erzählstimme in der großartigen Doors-Ddoku „When You’re Strange“ erfreut, da hatte ich auch schon wieder eine neue Top 5 Liste im Kopf. Immerhin hat es Mister Depp bisher auf über 50 Rollen gebracht und in naher Zukunft ist noch Einiges zu erwarten: „The Tourist“ kommt demnächst in die Kinos.

Die Hunter S. Thompson Verfilmung „The Rum Diaries“ ist auf dem Weg und wird wohl im kommenden Jahr über die Leinwände flackern, ebenso wie der vierte Teil, der „Fluch der Karibik“-Reihe im Mai herauskommt. In seiner Karriere ist Johnny Depp dreimal für den Oscar nominiert worden, hat 37 Filmpreise abgeräumt und war 50 mal nominiert.

Zeit also, sich mal zu fragen, welche Performance von Johnny Depp mir denn am nachhaltigsten im Gedächtnis geblieben ist. „21 Jump Street“ gehört ebensowenig dazu wie „Nightmare on Elm Street“. Die stimmlichen Auftritte bei „Sponge Bob“ und in „When You’re Strange“ kommen da schon eher in Frage. Schade, dass aus Terry Gilliams erstem Anlauf der „Don Quichote“-Verfilmung nichts wurde, das wäre sicherlich ein heißer Kandidat für die Top 5 gewesen. Aber auch so ist die Auswahl an ungewöhnlichen Rollen groß genug. Nun aber zum Countdown.

5. Axel Blackmar in „Arizona Dream“

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1993 war Johnny Depp für viele kaum mehr als ein Teenie-Star. Die Rolle des jungen Inuit-Fischers, der in New York vor sich hin lebt bis er zur Hochzeit seines Onkels nach Arizona aufbricht, hat mit diesem Image nicht mehr viel zu tun. Auch wenn Regisseur Emir Kusturica in letzter Zeit vor allem als serbischer Nationalist von sich reden macht, ist „Arizona Dream“ ein schöner Film mit einem schon damals charismatischen Hauptdarsteller.

4. Ed Wood in „Ed Wood“

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Das Porträt des schlechtesten Regisseurs aller Zeiten ist 1994 die zweite Kooperation mit Regisseur Tim Burton. Depp gibt der Hauptfigur genügend Tiefe, damit sich das persönliche Drama Ed Woods in all seiner Tragikomik entfalten kann. Johnny Depp ergänzt sich dabei perfekt mit dem grandiosen Martin Landau als Bela Lugosi.

3. Jack Sparrow in „Fluch der Karibik“
Jach Sparrow

Sparrows erster Auftritt im Film ist eine meiner absoluten Lieblingsszenen. Das perfekte Timing auf dem sinkenden Schiff. Depp überzeugt von der ersten Minute an als überkandidelter, aber genialer Piratenkapitän. Gäbe es nur den ersten „Fluch der Karibik“-Film (2003), wäre Jack Sparrow mein heutiger Gewinner, aber durch die mäßgen Fortsetzung der Reihe nutzt sich auch der Charakter mit seinen Ticks ab. Das gibt Abzüge in der B-Note.

2. William Blake in „Dead Man“

Dead Man

Jim Jarmuschs Anti-Western von 1995 besticht durch seine Atmosphäre, für die nicht unerheblich auch der geniale Soundtrack von Neil Young verantwortlich ist. Daneben ist Johnny Depp einfach beeindruckend – als quasi den ganzen Film hindurch sterbender Mann. Seine abwesende Präsenz drückt „Dead Man“ einen lakonischen Unterton auf. Ein Mann auf seiner letzten Reise.

1. Raoul Duke in „Fear and Loathing in Las Vegas“
Raoul Duke

Das genaue Gegenteil von William Blake verkörpert Johnny Depp in seiner Rolle als trippender Journalist Raoul Duke, der mit seinem Anwalt von einer Wüstenralley in Nevada berichten soll. Terry Gilliams kongeniale Verfilmung des als unverfilmbar geltenden Klassikers von Hunter S. Thompson ist einfach nur abgefahren und Johnny Depp ist ganz weit draußen. Zumindest die Russen haben das seinerzeit begriffen , als sie Depp 1998 mit dem „Golden Aries“, dem Preis der russischen Filmkritik auszeichneten. Recht so.

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