Neues Jahr, neue Musik. In meiner kleinen Kolumne mit neuer Musik geht es dieses Mal in Richtung „Artrock“; was auch immer das sein soll. Und es geht aus vom kreativen Nullpunkt Berlin. Hier haben sowohl „The Morning Stars“ ein Basislager als auch die Experimentalrocker von Glen eine Wahlheimat. Doch keine Panik Artrock kann auch groovy.
The Morning Stars wären wohl fast nicht zu sehen gewesen. Das Projekt von Barbara Morgenstern, Alex Paulik (von Kreidler) sowie Sebastian Vogel und Felix Müller-Wrobel (beide bei Kante aktiv), wäre wohl fast nicht zustande gekommen. Ursprünglich soll sich das Quartett aus bekannten Indie-Musikern als Geburtstagsüberraschung zusammengefunden haben. Daraus ist dann der Wunsch entstanden auch weiter gemeinsam zu musizieren. Barbara Morgenstern war mir im Mai in einer Musikdoku begegnet und fordert seither intensivere musikalische Auseinandersetzung heraus.
Nun erscheint im Januar ein ganzes Album der Morning Stars. Das ist „A Hymn Without Sounds“ betitelt und erscheint digital und als CD. Außerdem gibt’s in Berlin (13.1.2026) und Hamburg (16.1.2026) Release Partys. Wer also nichts besseres vorhat, möge sich einfinden. Ich bemühe mich das gesamte Album demnächst vorzustellen. „The Trap“ ist die zweite Vorabsingle aus dem Album und eigentlich schon seit Anfang Dezember verfügbar.
„Trap“ vs „Frenzy“
Die Experimentalrocker von Glen kündigen ein neues Album an. „It was a bright cold day in april“ erscheint am 20. Februar 2026 und ist nach dem Anfangssatz von George Orwells “1984“ betitelt. Glen musizieren üblicherweise instrumental und ohne Gesang und sind immer wieder auf der suche nach neuen Klängen und Strukture, die sich in der Gitarrenmusik darstellen lassen. Hört sich abstrakter an, als es ist und macht mehr Spaß als zu Architektur zu tanzen.
Es groovt bisweilen arg und die erste Single „Frenzy“ zum neuen, vierten Album macht zumindest bei mir Lust auf mehr. Weniger Postrock Schwere als vielmehr noisige Energy treibt „Frenzy“ in die Gehörgänge. Bei brutstatt.de wurde bereits das vorangegangene Album „I can See No Evil“ vorgestellt. Genug geschwätzt. Gute Unterhaltung.
Bleibt sauber.
