The Mechanic: Handwerker des Todes

Jason Statham ist inzwischen so etwas wie ein Qualitätsmerkmal für gut gemachte Action geworden. Auch als Auftragskiller, der sich eigentlich zur Ruhe setzten will, macht „Transporter“-Star Statham mal wieder eine eindrucksvolle Figur – vor allem im Team mit Ben Foster. „The Mechanic“ ist ein souveräner und gut inszenierter Thriller, der auch mit einer guten Story überzeugt.

Arthur Bishop (Jason Statham) zählt zu den Besten seiner Branche: Wenn der Hitman erst einmal einen Auftrag angenommen hat, kann der Auftraggeber sicher sein, dass die Angelegenheit auch erledigt wird. Sogar wenn es persönlich wird, bewahrt Bishop routinierte Coolness und Professionalität. Was er hingegen überhaupt nicht leiden kann, ist es, an der Nase herumgeführt zu werden.

Dann gerät Bishops Mentor Harry McKenna (Donald Sutherland) ins Visier der Auftraggeber und wird getötet. Auf der Beerdigung trifft der Hitman dann Steve McKenna (Ben Foster), Harrys impulsiven und Rache schwörenden Sohn, und nimmt den jungen Mann unter seine Fittiche. Bishop beginnt Steve auszubilden. Dem geht allerdings jegliche Coolness ab und er nimmt für selbstzerstörerische Kicks unkalkulierbare Risiken in Kauf.

Schließlich dauert es nicht lange, bis Bishops Auftraggeber Dean (Tony Goldwyn) sich genötigt sieht, die beiden aus dem Weg zu räumen, nicht zuletzt, weil er Harry McKennas Tod befohlen hat. Doch Bishop geht selbst zum Angriff auf die ominöse Geheimorganisation über, für die er bisher gearbeitet hat.

Regisseur Simon West („Con Air“, „Lara Croft: Tomb Raider“, „The Expendables 2“) inszeniert die Neuauflage des gleichnamigen Thriller-Klassikers von 1972 passgenau zugeschnitten auf seinen Hauptdarsteller. Die Story folgt weitgehend der Vorlage, die hierzulande unter dem Titel „Kalter Hauch“ bekannt ist und Charles Bronson in der Rolle des alternden Profikillers Arthur Bishop zeigt.

Jason Statham’s Mechaniker ist ein kühler, kalkulierender Kopf, der sich keine Emotionen erlaubt, und es – ganz wie der Transporteur Frank Martin – privat auch gerne routiniert hat. In wiederkehrenden Abläufen findet Bishop Sicherheit, und sein verstecktes Anwesen in den Sümpfen Louisianas ist Operationsbasis und Trutzburg zugleich.

Da tut es gut, dass Bishop es mit dem heißspornigen Steve (Ben Foster) zu tun bekommt. Schon die Annäherung der beiden verläuft ruckelig und Steves Ausbildung kommt einer dysfunktionalen Vater-Sohn-Beziehung gleich, in deren Verlauf der impulsive Steve immer wieder gegen den Käfig aus Instruktion und Planung bockt, der für Bishop so überlebenswichtig ist.

Es sind vor allem die Paarung der Protagonisten und ihr unterschwelliger Konflikt, die „The Mechanic“ aus dem Einerlei von Actionfilmen herausheben. Doch auch die Action selbst, das worauf es ankommt, kann sich sehen lassen. Die Sequenzen sind gut choreografiert und man hat sich einige sehr schöne Situationen ausgedacht, in denen die Hauptdarsteller ihre Physis unter Beweis stellen können. Das ist kurzweilig und gelungen. Auch die Grundstimmung des Films ist sehr wirkungsvoll ins Bild gesetzt.

„The Mechanic“ ist ein sehenswerter Actioner, der alles mitbringt, was man von einem Film mit Jason Statham erwartet. Darüber hinaus bietet der Thriller eine gelungene Story um Freundschaft und Verrat und aufwändige und abwechslungsreiche Actionszenen.

Film-Wertung: 8 out of 10 stars (8 / 10)

The Mechanic
OT: The Mechanic
Genre: Thriller, Action
Länge 88 (93) Minuten, USA, 2010
Regie: Simon West
Darsteller: Jason Statham, Donald Sutherland, Ben Foster
FSK: keine Jugendfreigabe
Vertrieb: Studiocanal
Kinostart 07.04.2011
DVD- & BD-VÖ: 08.09.2011

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