Wiedergefundenes Archivmaterial präsentiert der Konzertfilm „EPIC“ kurz für „Elvis Presley in Concert“. Der australische Regisseur Baz Luhrmann war bei den Recherchen für seinen Elvis-Spielfilm von 2022 auf interessantes Film- und Tonmaterial von Elvis Shows in Las Vegas gestoßen. Dies wurde nun neu zusammengestellt, remastered und zu einem sehenswerten Konzert-Film zusammengestellt. Zu sehen ab dem 26. Februar 2026 im Kino.
Regisseur Baz Luhrmann hatte 2022 eine sehenswerte Spielfilmbiografie über den Weltberühmten „King of Rock’n’Roll“ Elvis Presley in die Kinos gebracht. Der Star besetzte Film mit Austin Butler als Elvis und Tom Hanks als dessen Manager Colonel Tom Parker. Zeichnet ein mitreißendes Bild eines charismatischen Musikers und Sängers. Das Bio-Pic fokussiert sich aber auch auf das co-abängige zum Teil aus fragwürdig dargestellte Verhältnis des Managers zu seinem Star.
Unter anderem hatte Parker einen rekordverdächtigen Deal mit einen Hotel in Las Vegas eingefädelt, wo Elvis einige Monate lang als „Artist in Residence“ als Künstlerresidenz mehrerer ausverkaufte Shows am Tag gab. Das Show-Format war derart beliebt, dass es bis zu Elvis Tod im Jahr 19+77 immer wieder verlängert wurde. Zwischenzeitlich ging Elvis Presley mit seiner Vegas Show auch auf Tour durch die USA.
„We’re caught in a trap I can’t walk out
Because I love you too much, baby“
Nun also wiedergefundenes, verschollenes Ton- und Bildmaterial von Elvis Presley in seinen Las Vegas Jahren. Da gibt es durchaus einiges zu entdecken und Baz Luhrmann ist ein kompetenter Filmmacher, der in der Lage aus dem Ausgangsmaterial, das unbeachtet in die Jahre gekommen war, eine Leinwand-Attraktion in Hochglanz zu machen.
Es kommt dem australischen Regisseur sicher entgegen, dass Elvis einen Hang zum Prunk und zum Glanz hatte, den das Publikum bisweilen auch in Luhrmanns anderen Filmen funkeln sehen kann („Moulin Rouge“, „The Great Gatsby“) und so weiß das neu aufbereitete und zusammengestellte Material in mehrerer Hinsicht zu überzeugen.
„We can’t go on together With suspicious minds“
Einerseits sind die Songs, die auch auf einem Soundtrackalbum zum Film mit 27 Titeln veröffentlicht werden, von packender Qualität und vermitteln die Eindringlichkeit der Shows. Hinzu kommen packende Einblicke der Live-Auftritte, die durch die Jahre sehenswert editiert sind.
Gleiches gilt für die Aufnahmen der Proben mit dem Musikern und den Sängerinnen. Hier zeigt sich einerseits die musikalische Qualität der Begleitband, die Elvis selbst the TBC Band nannte („Taking Care of Business“ Band) und andererseits der spielerische und zugleich perfektionistische Umgang des großartigen Entertainers Elvis Presley mit dem Künstler:innen, mit denen er die Bühne teilte.
„And we can’t build our dreams On suspicious minds“
(Suspicious Minds, Elvis Presley)
Es ist nun nicht so, dass es von Elvis bislang keine Konzertaufnahmen gab. Immer mal wieder wird das legendäre „Christmas-Special“ herausgekramt und gesendet, bei dem Elvis seine Karriere 1968 im „Comeback Special“ wieder neu zündetet, nachdem seine Karriere jahrelang stagnierte. Und tatsächlich ist das Manager Bashing aus Elvis in „Epic“ noch als Narrativ vorhanden. Das kann man sicher so machen, es tut aber nichts zu der mitreißenden Performance.
ES gibt bislang zwei Konzertfilme über Elvis Presley, die zu Lebzeiten des King erschienen sind. „Elvis – That’s the Way it is“ von Denis Sanders erschien 1970 und wurde 2001 überarbeitet. Auch darin geht es bereits um Elvis in Las Vegas. 1972 wurde dann „Elvis on Tour“ von Robert Abel und Pierre Adige waren mit der aufwändigen Showproduktion unterwegs. Posthum sind außerdem einige Audio-Live-Mitschnitte veröffentlicht worden.
Unterm Strich ist „EPIC“ ein faszinierender Blick auf den Showman und Sänger Elvis, der einem jungen Publikum das Charisma des Weltstars noch einmal nahebringen kann. Das ist kurzweilig und schillernd und handwerklich filigran, aber nun auch keine Neuerfindung des Rades. Egal, was der Hype gerade behauptet.
EPIC – Elvis Presley In Concert
OT: EPIC
Genre: Doku, Musik,
Länge: 96 Minuten, USA, 2026
Regie: Baz Lurrmann
Mitwirkende: Elvis Presley, TBC Band,
FSK: ab 6 Jahren
Verleih: Universal Pictures
Kinostart: 26.02.2026




