Wer in früheren Jahrhunderten in Irland unterwegs war, wusste nicht immer, ob er gerade beim Dorfkrämer oder im Pub war. Häufig war das auch ein- und dasselbe. Die Zeiten sind längst vorbei und dennoch ist der irische Beitrag zu den alkoholischen Getränken der Welt erstaunlich groß. Zumindest, wenn das Publikum Filmmacher Frank Mannon glauben mag, der sich auf den Weg gemacht hat, die irischen Alkoholika zu erforschen. Nicht nur in Irland. Zu sehen als Video on Demand (VoD) bei Ascot Elite ab dem 17.12.2025.
Es gibt kein Entrinnen vor der landwirtschaftlichen Werbung für Irland. Saftige Wiesen, glückliche Kühe und die gute Butter. Halt… In diesem Fall wird aus der Milch Sahne produziert, die dann dazu benutzt wird Baileys Irish Cream herzustellen, einen Sahnelikör auf Whiskey-Basis, der weltweit beliebt ist. Der Vertragslandwirt spricht liebevoll von seinen Damen, wenn er das Milchvieh meint, und er hat auch Anekdoten zur Entstehung des Getränks parat.
Doch nicht nur der irische Whiskey, der hier veredelt wird, und der später beim Besuch der Midleton Destillerien genauer begutachtet und auch verköstigt wird, ist eine Spezialität. Streitbarer Weise ist auch der französische Wein aus der Bordeaux-Region maßgeblich irisch geprägt. Denn Auswanderer von der grünen Insel haben sich hier niedergelassen und sich mit der Veredelung und dem Keltern von Trauben beschäftigt.
Auch in den USA, in Kalifornien, haben irisch-stämmige Weinbauern ihr Wissen und ihr Handwerk ruhmreich eingesetzt. Und Winzer Beau Barrett ist nicht nur stolz auf seine Weine und die irische Herkunft, sondern betreibt auch gute Beziehungen nach Irland und zum Whiskey der Midletons. Und zu allem hat der irische Food & Getränke Experte Oz Clarke einen charmanten Kommentar bereit.
Obstwein und öbergäriges Bier
Tatsächlich lag die irische Whiskey-Herstellung lange danieder. Erst seit einigen Jahrzehnten konnte die Spirituose erfolgreich kommerziell wiederbelebt werden. Anders eigentlich das spezielle irische Stout der Guiness Brauerei. Um sich damit intensiver zu befassen, besucht Frank Mannon einen irischen Pub in London.
Und so wird aus der trinkenden und verköstigenden Rundreise ein erstaunlich weitschweifiger Trip, der nicht nur auf die grüne Insel Irland führt. Das ist launig gefilmt. In typischer TV-Reportage-Manier mit deutschem VoiceOver über die Original-Sprecher gelegt und wohl vor allem für ein kulinarisch interessiertes Publikum interessant.
Filmmacher und Produzent Frank Mannon hat bereits die Geschichte des Champagners filmisch aufbereitet und sich auch damit auseinandergesetzt was typisch britisch und typisch irisch ist. „Ein Schluck Irland“ ist fundiert recherchiert und launig dargeboten, lässt aber auch keine Zuschauer:innen ratlos zurück. Es geht in „Ein Schluck Irland“ vor allem darum Land und Leute und Getränke kennenzulernen. Na dann: Prost; oder besser: Sláite.
Ein Schluck Irland
OT: A Sip of Irisch
Genre: Doku, Essen & Trinken
Länge: 90 Minuten, 2025
Regie: Frank Mannon
Mitwirkende: Rory Guiness, Deirdre o’Caroll, Oz Clarke
FSK: ab 0 Jahren, Ohne Altersbeschränkung
Verleih: Ascot Elite
Kinostart: Nicht in Deutschland
VoD-VÖ: 17.12.2025



