24. Filmfest Hamburg vom 29.09. – 08.10.2016

ffhamburg_logo_2016-vorschauWie in jedem der vergangenen Jahre bin ich auch dieses Mal wieder dabei, wenn in meiner Heimatstadt das Filmfest stattfindet und werden in den kommenden Tagen davon berichten und die einige der Filme, die ich gesehen habe vorstellen. Wer mag kann brutstatt auch auf Twitter folgen, dort kommen die Infos unter dem Hashtag #FFHH16 direkter und knackiger. Aber was hat das Filmfest Hamburg in diesem Jahr so zu bieten?

Die Spielstätten dieselben geblieben wie im vergangene Jahr, also Abaton, Cinemaxx Dammtor, Metropolis, Passage und Studio Kino und b-Movie. Dort gibt es mehr als 160 Filmproduktionen aus der ganzen Welt zu bestaunen  und reichlich Filmmaterial, das kaum jemals einen regulären Kinostart in Deutschland bekommen wird. Auf der Festival-Homepage finden sich alle relevanten Eckdaten zu den präsentierten Filmen.

Hier ein kurzer Überblick. Ich fange mal mit den Kleinen an, das Michel Kinderfilmfest hat in diesem Jahr 10Filme im Programm, das wie auch in den vergangenen Jahren als Kooperation mit dem Frankfurter Kinderfilmfest „Lucas“ veranstaltet wird udn die Highlights des Frankfurter Programms zeigt. Darunter 2 Animationsfilme „Phantom Boy“ und Adama“ auf die ich mich als Trickfilmfan besonders freue. Auch die Filmreihe für Minis hat schon Kurzfilme in eine unterhaltsame Vorstellung gepackt. Die meisten der Filme sind für Kinder ab 10 oder 12 Jahren empfohlen und die Bandbreite ist groß.

Der Länderschwerpunkt beim Filmfest Hamburg ist diesem Mal in Mittelamerika angesiedelt. Kaum jemand weiß etwas über den Mexikanischen Film, also eine tolle Gelegenheit außergewöhnliche Filme aus mehreren Jahrzehnten zu bestaunen. Unter anderem Luis Bunuels „Das verbrecherische Leben des Archibaldo De La Cruz“ (1970) und den großartigen surrealen „Western“ „El Topo“ den Ausnahmekünstler Alejandro Jodorowsky ebenfalls 1970 drehte. In Deutschland stand „El Topo“ bis 2012 auf dem Index und die Chance den einflussreichen Film auf der Leinwand zu sehen ist schon außergewöhnlich.  Ich kenne „El Topo“ allerdings schon und die Verlockung, neues zu entdecken statt altes wieder zu besuchen ist immer groß.

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Interessante Filmbeiträge sind auch bei der Hamburger Filmschau zu erwarten. Die wird diesem Mal am ersten Wochenende des Festivals und um den 3. Oktober im Metropolis gezeigt. Für Basketball-Fans dabei spannend und aktuell, weil bei den Hamburg Towers gerade das erste Saisonheimspiel auf dem Plan stand ist sicherlich „Starting 5“.
Außerdem haufenweise spannende Filme quer durch alle Sektionen. Am namhaftesten sicherlich der eröffnungsfilm „Amerikanisches Idyll“ von und mit Ewan McGregor, „Elle“ von paul Verhoeven und mit der französischen Grand Dame Isabelle Huppert, die noch jeden Film zum Leuchten gebracht hat, und ein neues Werk vom kanadischen „Wunderkind“ Xavier Dolan „Einfach das Ende der Welt“- man möchte fast sagen kein Filmfest Hamburg ohne Dolan-Film, der man ist so verlässlich wie Woody Allen, aber einiges jünger. Aber bevor ich hier vom Hökschen aufs Stöckchen komme, checkt einfach selbst das Programm.

Abschließend noch die 7 Filme, von denen ich persönlich mir tolles Kino verspreche (alphabetisch aufgereiht):

„All these Sleepless Nights“ – eine polnische Fahrt durch die Partynach Warschaus, irgendwo zwischen Dokumentation und filmischem Experiment. Beim Sundance Festival ausgezeichnet.

„Bazon – Ernste Scherze“ – was soll ich tun? Ich bin Fan von Peter Sempels biografischen Dokus, die irgendwie unberechenbar und höchst subjektiv sind. Hamburgs own Sempel nimmt sich Bazon Brock vor die Linse.

„Gimme Danger“ – Musikdoku über Iggy Pop und The Stooges von autorenfilmer Jim Jarmusch.

„The Girl without Hands“ – ein französischer Animationsfilm über einen märchenhaften  Pakt mit dem Teufel. Als Animationsfan komme ich da nicht drum herum.

„Tharlo“ – Das fiktives Biopic eines Tibeters, der zwar keine Ahnung hat , wie alt er ist, aber die Mao-Bibel streckenweise auswendig kann. Ich bin gespannt auf diesen preisgekrönten tibetanische Film.

„The Transfiguration“ – amerikanische Mischung aus Comig of Age und Vampirfilm, das hört sich spannend an.

„Wulu“ – afrikanische Kino bekommt man selten zu sehen, leider. Ein Thrillerdrama aus Mali, das als malisches „Scarface“ angekündigt wird, muss aufpassen, dem ruf auch gerecht zu verden.

 

Soviel zur Einstimmung aus das Filmfest Hamburg 2016. Wir sehen uns im Kino.

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