Don’t Be Afraid of the Dark: Angst im Dunkeln?

Hinter Türchen #8 wird’s gruselig im #Filmadvent. Nach all dem Horror und den Thriller-Shockern ist es nicht mehr leicht, überzeugende Gruselfilme zu machen, die den Zuschauer mit wohligen Schauer aus dem Sessel schrecken lassen. Die Erwartungshaltung ist einfach verdorben. Die DVD-Premiere „Don’t Be Afraid in the Dark“ von 2010 macht eigentlich alles richtig. Und Guillermo del Torro erfüllt sich einen Kindheits-(alp-)traum.

Der geschiedene Architekt Alex (Guy Pierce) lebt mit seiner Freundin Kim (Katie Holmes) in einer alten Villa. Die beiden wollen das Anwesen wieder restaurieren und damit ein Aushängeschild für ihre Karriere basteln. Ausgerechnet in dieser Phase beschließt die Exfrau von Alex, dass ihre gemeinsame Tochter Sally (Bailee Madison) nun bei ihrem Vater leben soll. Das schüchterne Mädchen fühlt sich in der Situation nicht wohl und dann beginnt sie Stimmen zu hören. Seit Jahrhunderten leben koboldartige Wesen in der Villa, die Kinder entführen. Doch niemand glaubt Sally, wenn sie von ihren unheimlichen Begegnungen erzählt.

„Don’t Be Afraid Of The Dark“ gilt als Meilenstein des TV-Gruselfilms. 1973 hat John Newlands eine ganze Generation von Gruselfans vor dem Flimmerkasten gebannt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auch Guillermo del Torro („Hellboy“, „Pans Labyrinth“) war fasziniert von dem schleichenden Grauen des Films. Kein Wunder also, dass die Idee, den Stoff neu zu verfilmen den Regisseur, Autor und Produzenten nicht losgelassen hat.

Über 15 Jahre hat das Projekt bis zu seiner Realisierung in Anspruch genommen. Und Del Torro drückt der Story seinen typischen Stempel auf. Und zwar als Produzent und überarbeiter des ursprünglichen Drehbuchs aus den 70ern. Die Regie übernimt Troy Nixey.

Herzensangelegenheit für Gruselfan Del Toro

In der Neufassung von „Don’t Be Afraid of The Dark“ wird Sally, die Hauptperson, von einer Erwachsenen zum Kind. Die koboldartigen Wesen nun wieder bekommen sowohl einen mystischen Hintergrund als auch ein Gesicht. Regisseur Troy Nixey inszeniert die aufgepeppte Story von Del Torro in seinem Regiedebut souverän und mit viel Spannung. Auch die visuelle Umsetzung der Kreaturen kann sich durchaus sehen lassen. Herausgekommen ist ein moderner Gruselfilm mit guter Besetzung und der richtigen Mischung von Spannung, Gruselfaktor und stimmiger Atmosphäre, der das Original nicht verleugnet.

„Don’t Be Afraid Oft The Dark“ hat dennoch keine übermäßig begeistertes Echo erhalten. Das liegt auf keine Fall an der Machart des Films oder der mangelnden Spannung. Ein jüngeres Publikum, das nicht mit den Gruselschockern vertraut ist, findet hier den lohnenswerten Einstieg in ein Genre. eine Filmsparte, die ihr Zenit deutlich überschritten hat und in dne 2010ern neben Torture-Horror und Zombieinvasionen und Psychothriller nur schwerlich seine Nische fand..

„Don’t Be Afraid of The Dark“ ist ein gelungenes, modernes Remake eines TV-Gruselklassikers. Das trägt eindeutig Guillermo Del Torros Handschrift und wird sein Zielpublikum wohl erreichen. Mit großteils funktionierendem Spannungsbogen und ansprechender visueller Umsetzung ist „Don’t Be Afraid Of Thje Dark“ zwar kein Genre-Meilenstein, aber ein sehenswerter Gruselthriller.

Bewertung: 6 von 10.

Don’T Be Afraid of The Dark
OT: Don’T Be Afraid of The Dark
Genre: Grusel, Horror, Mystery,
Länge: 99 Minuten, USA, 2010
Regie: Troy Nixey
Schauspiel: Katie Holmes, Bailee Madison, Guy Pierce,
FSK: Ab 16 Jahren
Verleih: Studiocanal, EuroVideo
Kinostart: nicht in Deutschland, (außer: Fantasy FilmFest 2011)
DVD-& BD: VÖ: 03.05.2012

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