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Media Monday #133

13.01.14 (Tellerrand)

media-monday-133-vorDer erste Media Monday im neuen Jahr 2014 den ich auch schaffe; und gleich komme ich ins Schwafeln und dozieren. Mit dabei sind überlange Blockbuster, der Tatortreiniger, Goethe und Thomas Mann und Iron Man. Wie das alles zusammengehört, werdet ihr schon sehen.

Was es mit dem Media Monday auf sich hat, erfahrt  ihr im Medienjournal-Blog
und die anderen Antworten findet ihr dort wie gewohnt unten in der Kommentarspalte.

Viel Spaß mit den Antworten.

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1. Ganz ehrlich, ________ sollte die Schauspielerei am besten gleich ganz drangeben, denn ________ . Darauf kann ich echt nicht antworten. Zwar gibt es einige Mimen, denen ich diverse Rollen nicht abnehme, aber dann kommt doch diese eine „Rolle des Lebens“ wo die Besetzung einfach passt wie die Faust aufs Auge. Außerdem sollte man den Leuten zugestehen, dass sie sich da auch in gewisser Weise „nackig machen“, das verdient an sich schon Respekt. Bei so Musikern und Stars wie David Garrett, die sich mal als „Teufelsgeiger Paganini“ ausprobieren, bin ich deutlich weniger mitfühlend.

2. Woran mag das liegen, dass jüngere Blockbuster länger und länger werden und kaum noch ohne Überlängenzuschlag auskommen, vor allem völlig ungeachtet dessen, ob die Geschichte eine Laufzeit von mehr als 120 Minuten überhaupt hergibt? Das liegt einerseits an diesem ganzen Franchise-Dingsbums, bei dem die Studios schon immer auf eine mögliche Fortsetzung schielen, da muss also etliches an Handlungsbögen aufgebaut werden, das dauert eben. Andererseits liegt es am Erfolg von TV-Serien. Der Kinofilm als Blockbuster versucht dieses „serieelle Erzählen“ irgendwie aufzugreifen und umzusetzen, ohne den „Eventcharakter“ des Blockbusters zu opfern – dabei  kommt dann die Überlange raus.  Bestes Beispiel sind die Marvel Comic Verfilmungen.

3. „Vom Regisseur von“, „Von den Produzenten von“, „Präsentiert von“ – wenn ich so etwas auf einem Cover oder Filmplakat lese, dann weiß ich, dass das eine typische Werbemaßnahme ist, die bei den meisten Leuten gleich irgendeine Assoziation auslöst. Über die Qualität des Films sagt das überhaupt nichts.

4. Meine liebste Serie derzeit ist ganz klar „Der Tatortreiniger“, insbesondere weil ich Bjarne Mädels schrulligen Charakter bislang ignoriert hatte und jetzt feinsten hamburger Schwarzhumor entdecke.

5. Die Serie „Downton Abbey“ hat allerdings nach der ersten Staffel stark abgebaut wie ich finde, denn die romantischen Verwicklungen der Charaktere wurden immer platter weitergeführt und zeitweilig hatte das Ganze echtes Soap Opera Niveau außerdem war die „moralische“ Ausrichtung, dass die Bösen immer so oberlehrerhaft nicht zu ihrem Ziel gelangen in der zweiten Staffel kaum zu ertragen .

6. Es gibt ja AutorInnen, deren Bücher allesamt zu überzeugen wissen, die aber noch kaum jemand zu kennen scheint, wie etwa ________ . Sollte man unbedingt mal gelesen haben, weil ________ . Literaturkanons rocken echt nicht! Heutzutage gibt es keine konsensual verpflichtenden Lektüreempfehlungen mehr. Sicher hilft es in unserer Gesellschaft, wenn man mal in der Bibel gewühlt hat, grob die Inhaltsangabe von Goethes Faust kennt und weiß, wer Thomas Mann ist aber Wikipedia nivelliert da ziemlich viel weg. Was man braucht, lässt sich fix nachschlagen. Wer als Erwachsener keine Lust hat zu lesen, dem muss man auch keine Bücher empfehlen. Und fast jeder Autor / jede Autorin hat in der Werkschau auch mindestens ein schwächeres Werk dabei, es gilt die wirklich lesenswerten Ereignisse zu finden, nicht Leute mit „solider“ Qualität.

7. Meine zuletzt gesehener Film war ganz klassisch der Sonntag abendliche „Polizeiruf 110: Liebeswahn“ und der war ganz ok, aber auch nicht berauschend, weil die düstere Story zwar viel Atmosphäre hatte, aber das ganze Torture-Thema auch in einen eher schwachen Kriminalfall eingebettet war.

Kommt gut durch die Woche.

Ein Kommentar

  1. Der Tatortreiniger hat echt schönen schwarzbissigen Humor. Sollte es eigentlich mehr Folgen gäben, andererseits wäre dann vielleicht die Qualität nicht zu halten.