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Taschengeld-Tipps #5/2011

03.02.11 (Film, Musik)

grebe-kapelleDie Woche macht es mir echt nicht leicht, irgendwelche Highlights zu finden. Das interessante Leinwandgeschehen eine Woche vor der Berlinale hält sich in Grenzen und Old-School-Metal entert die Hamburger Bühnen mit Helloween und Accept. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen auf CD und DVD findet sich allzuviel Mittelmaß. Das kann man selbstverständlich auch als willkommene Gelegenheit sehen, einiges nachzuholen, was bisher liegenblieb. Nun gut, hier kommen die Tipps.

Herrenmagazin_daswirdalles

LIVE: Das Herrenmagazin-Konzert im Hafenklang am 6. Februar ist seit Tagen restlos ausverkauft und wer sich nicht zu den alten Metal-Heroen Accept (Docks, 8.2.11) oder Helloween (ebenfalls Docks, 9.2.11) verirrt, hat in dieser Woche noch den deutschen Tourauftakt der beiden Neo-Folk Sirenen von Azure Ray am 9.2. im Grünspan im Angebot, wenn es um interessante Livemusik geht.

Kylesa-Spiral-Shadow-2010Alle drei Acts sind auf ausgedehnten Europa-Touren mit einigen folgenden Deutschland-Gigs. Näheres findet sich auf den entsprechenden Homepages.

Ich wäre heute gerne in Bochum, denn dort beginnen Kylesa aus Savannah, Georgia, ihre Europa-Tour im Matrix. Danach geht’s für Kylesa dann erstmal ins Ausland, bevor die Vertreter der neuen Metal-Generation ab dem 14. Februar wieder auf deutschen Bühnen spielen und uns live nicht nur ihr aktuelles Album „Spiral Shadow“ um die Ohren hauen. In Hamburg am 18. Februar diesen Jahres im grünspan zu erleben.

der-uranberg-plakat1KINO: Mit „Picco“ startet ein derbes Gefängnis-Drama, das inspiriert wurde von den Geschehnissen in der Siegburger Jugendstrafanstalt 2006, als ein Häftling zu Tode gefoltert wurde. „Poll“ ist ein fiktiver Gutsbesitz im Baltikum im Jahre 1914 und Namensgeber für eine Familienstory aus der Sicht der heranwachsenden Tochter. „I Killed my Mother“ heißt das autobiografisch gefärbte Erstlingswerk des kanadischen Kino-Wunderkindes Xavier Dolan, gleichzeitig Hautfigur, Autor und Regisseur des Film, in dem es um die Hassliebe eines jungen Mannes zu seiner alleinerziehenden Mutter geht.

Alle drei Filme kann man sicherlich mit Gewinn anschauen, uneingeschränkt empfehlen kann ich jedoch keinen. Dann doch eher „Der Uranberg“, der allerdings schon auf Arte lief, nun aber noch einmal auf die große Leinwand kommt.

DVD: Auch auf dem DVD-Sektor tummeln sich etliche Veröffentlichungen, aber richtig herausragend ist keine.

ich_unverbesserlich_fr_xp_dvd„Die Tür“ nach dem Roman von Akif Pirincci ist ein solider Psychothriller mit Jessica Schwarz und Mads Mikkelsen. Allerdings hat man alle Schauspieler auch schon präsenter auf der Leinwand erlebt und der Soundtrack ist einfach aufdringlich. „Verlobung auf Umwegen“ ist eine komplett überflüssige, klischeehafte Romantik-Komödie, die nichtmal die sonst so charmante Amy Adams retten kann. Die Story ist einfach komplett abgedroschen. Finger weg! Den größten Spaßfaktor vermittelt daher das Animationsabenteuer „Ich – Einfach unverbesserlich“, worin sich der Welt bester Bösewicht so richtig austobt. Na ja, zumindest bis ihn drei Waisenkinder als perfekten Papa auswählen.

MUSIK: Das gleiches Bild auf dem Musiksektor: Viele neue Titel, aber kaum herausragendes. Die Epik-Rocker Trail of Dead legen mit „Tao of Dead“ ihr siebtes Album vor. Hängt wiedermal alles an einem Faden und ist auch als limitierte Doppel-CD zu haben. Auf der Bonus-CD ist der Titelsong, der aus 11 Tracks besteht, wieder in seine Einzelteile zerlegt worden. „Tao of Dead“ hat schöne Ansätze, vermittelt aber im muskalischen Kosmos von Trail of Dead keine neuen Erkenntnisse und bisweilen einfach zuviel Bombast. Früher waren die Jungs doch besser.

rainald_grebe_das_orchester_der_versoehnungDer Lichtblick in dieser Woche kommt von dem Mann mit dem Federschmuck: Rainald Grebe legt vor, legt drauf und legt nach. Nach der Kapelle der Versöhnung unterstützt nun das Orchester der Versöhnung den eigenwilligen und grandiosen deutschen Liedermacher. Das rockt, blueselt und groovt, dass es eine Freude ist und entlockt mir ein Jauchzen. Angesichts der wunderbaren Texte verstumme ich nun und weise lediglich noch auf die Gastspielreise des Orchesters durch deutsche Lande hin, die am 10 Februar beginnt. Termine auf der Homepage.

Kommt sicher durch die Woche.

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